Kriterien

#1 Vorhandene Qualitäten erkennen

Das Burgenland ist schnell gewachsen. Und mit ihm das Selbst­bewusst­sein der Menschen im Land. Die Burgenländerinnen und Burgenländer wissen durchaus, wofür ihr Land steht. Sie spüren, was es kann. Aber noch zu wenig. Das erklärt das oft zu leise und be­scheidene Auftreten der „burgenländischen Seele“. Die Dach­marke Burgenland setzt genau dort an. Sie regt zum selbst­kritischen Er­kennen, aber auch Benennen der eigenen Qualitäten an. Entlang der gewonnenen Erkenntnisse entsteht „eine Landkarte klugen Wachstums“.

Und schafft so ein Bild des gemeinsamen Ganzen jenseits von Klischees und Lobhudeleien. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Substanz stärkt das Selbstbewusstsein, hilft, die Qualitätsansprüche neu zu interpretieren und schärft die Positionierung. Bescheidenheit mag eine Zier sein. Die Dachmarke Burgenland ziert sich nicht, mit einer gewissen Lautstärke zu sagen, was sie Kluges bietet. So viel Unbescheidenheit muss sein.

#2 Kooperationen suchen

Im Burgenland gab es immer schon mehr Miteinander. Das hat wohl mit dem pannonischen Klima des Durcheinanders zu tun. Sprachen und Kulturen, Minder­heiten und Mehrheiten, oben und unten, hüben und drüben. Was für die Burgenländer selbst­verständlich ist, dass nämlich mehrere Volksgruppen seit fünf Jahrhunderten selbst­verständlich und mit größtem Respekt miteinander leben, würde anderswo als Wunder gelten. Verknüpft mit der Klein­strukturiertheit des Landes hat das dazu geführt, dass die Burgenländerinnen und Burgenländer dem anderen und den anderen entspannter ent­gegen­treten als anderswo.

Das Gemeinsame wird über das Trennende gestellt. Man zieht öfter als anderswo an einem Strang. Die Dachmarke Burgenland setzt genau dort an. Sie stellt Menschen in den Vordergrund und nicht Institutionen. Ideen und nicht Ideologien. Sie ermöglicht innovative Formen des Austausches und der Kommunikation. In einem Land, in dem angeblich jeder jeden kennt, wird man sich doch noch neu kennenlernen dürfen.

#3 Perspektiven für die Jugend schaffen

Österreichs höchste Maturantenquote – das haben wir mit Auszeichnung bestanden. Aber wir können noch mehr. Wir im Burgenland wissen um die Wichtigkeit von Zukunftsperspektiven für junge Menschen, die gern im Burgenland leben und arbeiten. Gerade weil das Umfeld für die Jugend im Burgenland nicht das leichteste ist. Ein Land ohne urbanes Zentrum. Doch wir haben aus dem, was anderswo als Not gilt, eine Tugend gemacht. Im Burgenland setzen wir alles daran, nicht nur gute Bildung zu bieten, sondern berufliche Perspektiven vor Ort zu schaffen.

Egal, wo man im Burgenland hinschaut. In einem beispielhaften Miteinander von Wirtschaft, Betrieben, Schulen, Politik, Verwaltung und den Jungen selbst schaffen wir in vielen Bereichen des Lebens neue Möglichkeiten der Gestaltung. Der Jugend im Burgenland bieten wir mehr Aufmerksamkeit für ihre Anliegen und mehr Gehör für ihre Ideen. Und es gibt auch die Ressourcen, diese umzusetzen. Mehr Möglichkeiten der Mit- und Selbstbestimmung. Und des Entscheidens. Quer durch die Institutionen.
Sie meinen, das ist Zukunftsmusik? Eben.

#4 Grenzen überschreiten

Das Burgenland lebt Offenheit. Aber ist es auch weltoffen? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für einen Aufbruch. Vorher noch ein schneller Blick zurück: Das Burgenland war den Burgenländerinnen und Burgenländern nie genug. Nicht immer freiwillig haben sie das junge Land verlassen. Um zu arbeiten und in die Welt hinauszugehen. Wir hatten Nachholbedarf. Wir wollten haben, was die anderen gehabt haben. Gewollt oder nicht, hat das den Horizont erweitert und die Welt auch ins Burgenland gebracht. Und nun? Wir gehen aktiv in die Welt und wissen, dass wir suchen.

Wir holen uns gezielt, was uns fehlt. Wir lernen gern, und am liebsten von den Besten. Und immer öfter sind auch wir im Burgenland ein Knoten nachbarschaftlicher und internationaler Vernetzung. Unsere Neugier ist grenzenlos. Der Mut, Dinge anders zu denken und zu machen – auch jenseits der Komfortzone –, wächst mit jeder neuen und erfolgreichen Grenzüberschreitung. So entstehen auf Basis der Neuinterpretation der gewachsenen Substanz Eigenständiges und Neues gleichermaßen. Etwas „Weltburgenländisches“?

#5 Am Ende zählt das gute Leben

Was macht ein gutes Leben aus? Die Antwort ist nicht schwer. Und im Burgenland sogar noch leichter zu finden.
Es hat sehr viel mit dem respektvollen Miteinander zu tun – und mit ressourcenschonendem Umgang mit unserer Umgebung. Mit dem, was man heute als „nachhaltig“ bezeichnet. In einer Zeit, in der sich die Ökonomie als Selbstzweck vom Menschen entfernt, geht es nicht mehr darum, ob das gut ist. Sondern darum, wie lange das noch gut gehen kann. Im Burgenland kann man lernen, dass ökonomischer Erfolg, Fairness, Gerechtigkeit und Ökologie keine Gegensätze sind.

Sondern eine Frage der Klugheit. Gerade weil wir sowohl das eine als auch das andere können, lebt es sich im Burgenland irgendwie besser. Die Burgenländerinnen und Burgenländer sind keine Freunde großer und schon gar nicht leerer Worte. Sie lieben Taten. Dafür steht auch ihr sprichwörtlicher Fleiß. Ohne konkreten Nutzen und spürbare Ergebnisse gilt es nicht. Erst wenn unterm Strich ein Beitrag zu mehr Lebensqualität steht, sprechen die Burgenländerin und der Burgenländer von Erfolg. Das gilt auch für die Dachmarke Burgenland.